Dieser Guide ist hauptsächlich dazu gedacht, dich dabei zu unterstützen, selbstständig an deinem Aiming zu arbeiten. Bis das Erlernte in das Spiel übertragen werden kann, wird einiges an Zeit und Hingabe nötig sein, wenn du es allerdings befolgst und gut trainierst, wirst du bald ein besserer Spieler sein! 

Nachdem du dir den ersten Teil meiner Aim-Guide-Reihe durchgelesen hast, wirst du folgendes verstehen/beherrschen:

  • Wie sollte ich meinen Computer und Overwatch einstellen um das beste Ergebnis zu erreichen (Mouse Sensitivity, DPI, Frames)?
  • Wie sollte ich trainieren?

Hierbei handelt es sich natürlich um viel Theorie und auch persönliche Präferenzen. Ob und wie du diese Kniffe anwendest, musst du für dich selbst entscheiden.

Dein Aim perfektionieren

Der erste Schritt ist schon einmal getan; der Wille etwas zu verändern. Denn es ist in der Realität leider so, dass die Einstellungen in denen wir bequem spielen oftmals nicht die besten sind. Zumindest wenn man bedenkt, dass man sich eigentlich verbessern/verändern möchte.

Es ist kein Zufall, dass die meisten Profi-Spieler dieselben oder ähnliche niedrigen Einstellungen für ihre Maus benutzen. Grund hierfür ist, dass wir unsere physikalischen und auch kognitiven Fähigkeit besser mit einer geringen Sensitivity umsetzen können.

Grundsätzlich gibt es 3 Dinge, die du brauchst, um dein Aim zu verbessern:

  • Die Mauseinstellung innerhalb von Windows = Zeigergeschwindigkeit auf den 6. Strich und den Haken bei Zeigerbeschleunigung entfernen. Hiermit ist eine Konstante und gleichbleibende Geschwindigkeit der Maus gewährleistet.

Die nächste Einstellung wäre die DPI (=dots per inch) eurer Maus. Solltest du eine „Gamingmaus“ oder ähnliches besitzen, hast du die Möglichkeit deine DPI innerhalb der Treibersoftware zu verändern. Hier gilt: umso niedriger DPI, desto mehr muss die Maus bewegt werden um eine Strecke auf dem Bildschirm hinter sich zu legen.

Wie schon zuvor erwähnt lohnt es sich hierbei aufgrund unserer kognitiven Fähigkeiten auf eher langsamere DPI zu setzen. Die meisten Spieler entscheiden sich für etwas zwischen 400 und 1000 DPI.

Da nicht jeder von uns dieselben DPI und Ingame sensitivity haben wird, rechnen wir nun unsere Werte in cm/360° um. Dieser Wert zeigt uns, wie viele cm Bewegung wir brauchen, um in Overwatch eine 360° Drehung zu machen.

Ein Tool für die Umrechnung findest du hier.

In meinem Fall kommen wir auf 34.636 cm/360° bei einer DPI von 800 und einer Ingame sensitivity von 5,0. Das gleiche Ergebnis bekommst du z. B. auch mit einer DPI von 400 und einer Ingame sensitivity von 10,0.

Empfehlenswerte cm/360° liegen zwischen 24cm/360 und 57cm/360.

Die ersten Tests mit der neuen Geschwindigkeit werden sich schlecht oder auch falsch anfühlen, aber ich kann dir versichern, dass sich die Umstellung lohnen wird.

Die Lernkurve unseres Muskelgedächtnis ist hierbei nämlich am höchstens und lässt uns im Vergleich zu einer hohen Mausgeschwindigkeit viel verlässlicher und konstanter zielen. Dieser Vorteil ist bei einer hohen Geschwindigkeit nicht gegeben, da hierbei schon geringe Ausschläge ausreichend sind, um das Ziel komplett zu verfehlen.

Aim Guide Video

In diesem Video erfahrt ihr wie ihr in Overwatch euer Aim verbessern könnt. Es gibt allerdings noch eine bessere Trainingsmöglichkeit, diese findet ihr am Ende des Guides.

Input Lag

Was ist ein Input Lag überhaupt? In Videospielen ist der sogenannte Input Lag entweder die Verzögerung des Monitors ein Signal zu erhalten und auch wiederzugeben, oder die Verzögerung zwischen einem Tastendruck und einer Reaktion darauf innerhalb des Spiels.

Was kann man dagegen tun? Dieser Input ist allgegenwärtig und lässt sich nicht abstellen. Dennoch können wir innerhalb von Overwatch einige Anpassungen vornehmen um diesen Lag möglichst gering zu halten. Den Input lag umgeht man am besten mit möglichst hohen und stabilen FPS (=frames per second). Für die Leute mit einem Computer der ohnehin alles auf Maximum Settings und 300 FPS spielen kann ist dieser Punkt irrelevant. Für alle anderen gilt ggf. die Grafik runterschrauben + Fullscreen Modus aktivieren.

Meine Einstellungen kannst du den Screenshots entnehmen. Natürlich empfiehlt es sich lieber für jeden PC eigene Einstellungen zu finden. Wenn ihr einen schwachen PC habt und selbst mit den niedrigsten Einstellungen nicht mit vielen FPS spielen könnt, dann fällt dieser Punkt für euch aus.

Nun gibt es auch eine Möglichkeit Ingame zu überprüfen ob der Input lag noch vorhanden ist und in welchem Ausmaß: gehe dafür am besten in den Trainingsbereich und drücke ALT + SHIFT + N. Die Grafik die sich dadurch öffnet sollte so aussehen:

Nun gibt es auch eine Möglichkeit Ingame zu überprüfen ob der Input lag noch vorhanden ist und in welchem Ausmaß: gehe dafür am besten in den Trainingsbereich und drücke ALT + SHIFT + N. Die Grafik die sich dadurch öffnet sollte so aussehen:

Trainingseinheiten

Nun sind wir endlich an dem Interessanten Teil angekommen.

Auch diesen möchte ich möglichst kurz halten,um dich schneller in die Praxis zu entlassen.

Um tatsächlich gutes Aim zu entwickeln reicht es nicht aus diesen Guide zu lesen, im Endeffekt zählt nur die Zeit und Intensität, mit der du an dir selber arbeitest.

Der Weg zum Ziel ist simpel: Muskelgedächtnis aufbauen -> im Spiel anwenden -> Du bist ein besserer Spieler.

Für den Beginn empfiehlt es sich dieses Muskelgedächtnis außerhalb von Matches zu trainieren, Spiele wie Aim Hero oder auch benutzerdefinierte Matches in Overwatch helfen dabei aus.

Aim Hero

Aim Hero befindet sich aktuell im Early Access bei Steam, hat aber bereits jetzt alle für uns nötigen Modi, um auf Dauer besser in FPS Spielen zu werden. Viele Profi Spieler trainieren mit diesem Spiel und auch wenn es ein paar Euro kostet, diese sind gut angelegt.

Meine Routine bei jeden Tag sieht folgendermaßen aus:

3x je 15min „Strafing“ auf Hard + 3x je 15min „Reflex“ auf Hard.

Die ersten Versuche dabei sollten recht mager aussehen. Doch wie bereits erwähnt ist unsere Lernkurve steil aufwärts bei Übungen mit langsamen Einstellungen.

Nach bereits 2-3 Wochen solltet ihr deutliche Verbesserungen in eurer Zielgenauigkeit feststellen. Wie genau du dich verbessert hast, kannst du innerhalb von Aim Hero einsehen.

Sollte dann noch Zeit vorhanden sein, besteht noch die Möglichkeit in Overwatch selbst zu üben. Diese helfen euch euer erlerntes Tracking und Flickshots in Overwatch zu übertragen. Wie das geht erfahrt ihr im Links verlinkten Video.

– Seneco, 12.10.2017 –