Dies ist der zweite Teil meines Aim Guides. Im ersten Teil ging es um die Mausgeschwindigkeit und den Input Lag, hier erfahrt ihr etwas über Pixel Skipping und was für eine Art von Maus und Mauspad ihr benutzen solltet.

Wenn ihr den ersten Teil noch nicht gelesen habt könnt ihr das hier nachholen.

In diesem zweiten Teil des Aim Guides werden wir folgende Fragen klären:

  • Was brauche ich an Peripherals um (theoretisch) konstante Leistung zu erbringen
  • verschiedene Techniken, seine Maus zu bewegen

An dieser Stelle habt ihr zwar schon einiges Ingame verändert.

Doch was taugen einem all diese Informationen wenn man ohnehin nicht das Equipment hat um diese umzusetzen? Deswegen gehen wir hier noch darauf ein, was man dringend braucht, dazu werden wir noch einige Dinge aufzählen, die „nice to have“ sind, man allerdings nicht zu 100% braucht.

Auch hier gilt wieder, dass es sich um meine eigenen Präferenzen handelt und für jeden anders ausgeschmückt werden kann.

Das Nötigste

  • Ein großes Mousepad
    Das Mousepad braucht ihr, damit ihr eure Maus flüssig und immer gleich bewegen könnt. Ein Großes braucht ihr, damit ihr genug Platz habt, auch wenn ihr die Maus mit einer niedrigen Mausgeschwindigkeit mehr bewegen müsst.
  • Eine Maus, die sich auf die individuellen DPI Wünsche anpassen lässt.
    Mit einer Gaming Maus könnt ihr eure DPI viel einfacher ändern und sie besser individuell anpassen. Dazu hat eine solche Maus oft extra Tasten, die ihr beispielsweise dazu benutzen könnt den Schlag in Overwatch auf die Maus zu legen. Tipp: Probiert die Maus vorher in einem Laden aus, nicht jede Maus passt zu jeder Hand. Eine Maus, die jemand super findet, kann für euch sehr schlecht sein, wenn sie nicht zu eurer Hand passt.

Nice to have

  • Ein Monitor mit mehr als 60 HZ
    Wenn eurer PC genug Leistung hergibt und 120 bzw. 144 FPS schafft, dann könnt ihr einen Monitor mit 120 oder 144 HZ kaufen. Dadurch habt ihr ein flüssigeres Spielerlebnis und eine verbesserte Reaktionszeit.
  • Ein Mausbungee
    Kabellose Mäuse sind oft teurer und oft nicht so gut wie kabelgebundene Mäuse, deshalb werden kabelgebundene Mäuse auch von den meisten Leuten genutzt. Allerdings gibt es oft das Problem, das deshalb die Kabel im Weg sind. Mit einem Mausbungee löst man dieses Problem und die Kabel werden nie wieder im Weg sein.

  • Eine mechanische Tastatur
    Mit einer mechanischen Tastatur habt ihr ein besseres Gefühl und einen spürbar besseren Tastendruck. Dadurch könnt ihr klarer kontrollieren, wann ihr eine Taste drückt.

Maus Benutzung

Doch nicht nur das Equipment hat einen großen Einfluss auf das Spielgeschehen, sondern auch, wie wir dieses benutzen. Speziell möchte ich hierbei auf die Art und Weise eingehen wie du deine Maus hältst.

Unterschieden wird zwischen drei Arten: Palm, Claw und Finger Tip:

Prinzipiell lässt sich hierzu nicht viel sagen, bis auf den Fakt, dass von der Variante Finger Tip abzuraten ist und auf eine der beiden anderen Alternativen umgestiegen werden sollte.

Grund hierfür ist die Unzuverlässigkeit, welche sich durch Nutzung von lediglich den Fingern einschleicht. Ein Selbstversuch in späteren Trainingsszenarien wird dies schnell deutlich machen.

Die anderen beiden Möglichkeiten können selbst gewählt werden und bestimmen ausschlaggebend den Kauf einer Maus.

Hier wird es schon ein bisschen komplizierter, also lest möglichst genau. Für Viele ist dieser Teil nicht mehr von großer Bedeutung, wenn ihr eure Einstellungen allerdings perfekt haben wollt, dann befolgt diese Tipps.‘

Besonders geht es dabei um einen oft vergessenen Begriff beim Thema DPI und Mausgeschwindigkeit das sogenannte „Shannon’s law“. Hierbei handelt es sich um die maximale Geschwindigkeit mit der sich ein Signal über einen Kommunikationssignal übermitteln lässt (z. B. Mausbewegung via USB an den PC).

Um das ganze nun in ein Szenario zu packen gehen wir wieder von meinen vorherigen Werten aus: 800 DPI + 5,0 In-game sensitivity = 34.363cm/360.

Wenn ich diese Werte nun wieder in ein  Tool tippe, wird mir ausgerechnet ob ich vom sogenannten „Pixel Skipping“ betroffen bin.

Dieser Begriff sagt uns, dass wir z. B. bei diesen 34.363cm für eine 360° Drehung einige Pixel überspringen.

Im Endeffekt kann das bedeuten, dass wir trotz perfektem Aim den Gegner ggf. nicht treffen können. Suche nun deine aktuelle Spielauflösung aus und schaue ob du im Blauen oder Roten Bereich bist. Wie aus dem Beispiel zu entnehmen ist befinde ich mich bei meiner aktuellen Auflösung von 1080p im roten Bereich und überspringe dadurch Pixel. Der blaue Bereich beginnt in meinem Fall bei einer In-Game sensitivity von 4,0.

Zu diesem Zeitpunkt fragst du dich wahrscheinlich wieso ich trotz des „Pixel Kkippings“ mit einer Sense von 5,0 spiele. Die Antwort ist leicht: Ich fühle mich persönlich mit 5,0 deutlich wohler als mit 4,0 In-game sensitivity. Der durch das überspringen entstandene „Schaden“, ist wenn man ohnehin auf recht niedrigen DPI und Sense spielt marginal gering, es ist nur wichtig für Leute, die wirklich das Allerbeste wollen.

Fazit

Sollten alle hier erwähnten Tipps und Tricks angewendet werden und das Training diszipliniert durchgeführt, garantiere ich dir eine deutliche Steigerung deines Aims in nur wenigen Wochen.

Man muss jedoch einige Sachen bedenken: 

  • Nicht jedem hilft ein allgemeiner Guide und nicht bei jedem ist das Aim überhaupt das große Problem. Solltet ihr also diese Tipps befolgen, aber dennoch nicht das Gefühl haben besser zu werden, dann meldet euch hier für ein Einzelcoaching an und sendet dort ein Video ein, bei dem wir sehen können, was ihr individuell verbessern könnt. Dort kann einer unser Coaches genau auf euch eingehen und die perfekten Tipps für euch geben.
  • Einige Spieler kommen mit so vielen Sachen überhaupt nicht klar oder ihnen fehlen ganz einfach die Grundlagen. Für diese empfiehlt sich lieber in Overwatch selbst zu üben und dann, wenn sie sich dort etwas verbessert haben, auf diesen Guide zurück zu kommen. Hier findet ihr ein gutes Video dazu:

– Seneco, 13.10.2017 –